Böhmische Fuge

Böhmische Fuge (Roman)

Buchtitel:

Böhmische Fuge

Autor:

Gerold Tietz

Literarische Gattung:

Roman

© Copyright:

ROGEON Verlag

eBook-Cover:

Gerold-Tietz-Boehmische-Fuge-Roman-ROGEON-Verlag-eBook-Titelbild

Tusche-Zeichnungen:

Georg Koschinski

Kurzübersicht

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Buch-Vorstellung

In seinem Erstlingsroman, der auch in tschechischer Übersetzung erschienen ist, versucht der Autor jenen Ort ausfindig zu machen, an dem Tschechen, Juden und Deutsche friedlich zusammenlebten, bevor nationalistische Brandstifter das Land in Flammen setzten.

In ‚Böhmische Fuge‘ geht es um die Geschichte einer sudetendeutschen Familie seit Beginn dieses Jahrhunderts. Die Hauptfigur des Romans ist Anna, eine Frau, aus deren Blickwinkel private Verwicklungen und politische Verstrickungen miteinander verquickt werden. Anna, deren Mann an der Front ist und die mit ihren zweit kleinen Kindern unter dem Kommando des Schwiegervaters steht, lebt auf ihrem Dorf inmitten von Deutschen, Tschechen und Juden. Es wird deutlich wie mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus ein Riss das gewachsene Zusammenleben dieser Menschen mehr und mehr zerstört. Deutsche werden an die Front geschickt, Juden deportiert, polnische Zwangsarbeiter arbeiten auf den Feldern. Anna muss allein mit zwei Kindern auf die Flucht.

Der Autor, der selbst noch in einem nordböhmischen Dorf geboren wurde und in der BRD aufgewachsen ist, erzählt die ihm überlieferten Geschichten aus dieser Sicht. Er stellt die Familiengeschichte in den größeren Zusammenhang der böhmischen Traditionen, die durch das Zusammenleben von Tschechen, Juden und Deutschen geprägt sind. Dabei zieht eine Fülle von farbigen Figuren und Episoden am Leser vorüber. Es wird versucht, die Beziehungen in ihren Höhen und Tiefen, ihrer Komik und Tragik darzustellen. Historische Figuren kreuzen den Weg kleiner Leute; politisches Pathos und Ideologieanfälligkeit von Männern kontrastieren mit der platten Alltäglichkeit und Überlebenskunst von Frauen. Erzählt wird nicht linear, sondern assoziativ. Dabei fällt der sprachlichen Gestaltung, vom Gestus der Ironie bis hin zur Satire und Grotestke, die Rolle zu, die einzelnen Stränge der Erzählung miteinander zu verknüpfen und eine Distanz zur Naivität der handelnden Personen, ihren Illusionen und Verdrängungnen herzustellen.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des ROGEON Verlags)

‚Böhmische Fuge‘ bildet Teil 1 der Böhmen-Trilogie von Gerold Tietz.

Teil 2: Böhmisches Richtfest
Teil 3: Böhmische Grätschen

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Erschienene Auflagen & Ausgaben

Auflagen und Ausgaben von ‚Böhmische Fuge‘:

eBook (in Bearbeitung)
ROGEON Verlag

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2. Print-Auflage
Info Verlag | Lindemanns Bibliothek
ISBN-10: 3-88190-393-3
ISBN-13: 978-3-88190-393-6
Erscheinungsjahr: Juni 2005
168 Seiten
Broschiert
Restposten verfügbar

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Gerold-Tietz-Boehmische-Fuge-Buch-Umschlag-Info-Verlag-ISBN-9783881903936-Front-Vorderseite
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1. Print-Auflage
Alkyon Verlag
ISBN-10: 3-926541-81-4
ISBN-13: 978-3-926541-81-9
Erscheinungsjahr: 1997
175 Seiten
Broschiert
Vergriffen

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Gerold-Tietz-Boehmische-Fuge-Buch-Umschlag-Alkyon-Verlag-ISBN-9783926541819-Front-Vorderseite
Gerold-Tietz-Boehmische-Fuge-Buch-Umschlag-Alkyon-Verlag-ISBN-9783926541819-Back-Rückseite

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Pressestimmen & Rezensionen

Im Folgenden finden Sie einen Abdruck ausgewählter Pressestimmen & Rezensionen zu ‚Böhmische Fuge‘ von Gerold Tietz:

Auszug aus dem Stifter Jahrbuch:

»Der Text besitzt mehrere Qualitäten: raffinierte Komposition, attraktive Sprachgestaltung, vertraute Kenntnis des (sudeten)deutschen wie tschechischen Milieus und der tschechischen Realität… Die angesprochenen Qualitäten garantieren, dass die ‚Böhmische Fuge‘ kein kurzlebiges Buch sein wird.«

Václav Maidl in: Stifter Jahrbuch, Neue Folge 13, 1999

Auszug aus der Prager Literaturzeitschrift TVAR:

»Es ist ein Buch, das vor allem durch seinen neuen Blickwinkel auf das Thema Flucht und Vertreibung, das schon oft auf verschiedene Art gestaltet wurde, bedeutend ist; deshalb halte ich es für wichtig, tschechische Leser darauf aufmerksam zu machen.«

Jenny Poláková in der Prager Literaturzeitschrift TVAR, 3, 1999

Auszug aus der Pforzheimer Zeitung:

»In tragischen und komischen Geschichten spiegelt sich die Zerstörung einer jahrhundertealten gemeinsamen Kultur. Dabei zieht eine Fülle von farbigen Figuren und Episoden am Leser vorüber.«

Pforzheimer Zeitung, 24.12.2005

Auszug aus der Studentenzeitung der Palacký Universität in Olomonc:

»Das ständige ´Umdrehen` und ´Hinterfragen` von scheinbar klaren Verhältnissen ist kennzeichnend für Tietz´ Art zu schreiben, ebenso das bewusste sich Abwenden von einer Haltung, die immer nur der verlorenen Heimat hinterher trauert und die Deutschen in der Opferrolle sehen möchte. «

Volltext des Artikels der Studentenzeitung der Palacký Universität anzeigen

»Das ständige ´Umdrehen` und ´Hinterfragen` von scheinbar klaren Verhältnissen ist kennzeichnend für Tietz´ Art zu schreiben, ebenso das bewusste sich Abwenden von einer Haltung, die immer nur der verlorenen Heimat hinterher trauert und die Deutschen in der Opferrolle sehen möchte. … Was ihn vom Lamento der von ihm selbst so genannten ´Heimathändler und Identitätsstifter` … unterscheidet, ist ein suchender Blick, beharrliches Herausfinden wollen und Nachfragen, nicht nur nach der eigenen Herkunft und nationalen Identität, sondern auch ein Infragestellen jeglicher vorschneller Einordnungsversuche.«

Birgit Gunsenheimer, Studentenzeitung der Palacký Universität in Olomonc (Olmütz), 2005/2006

Auszug aus der Sudetendeutschen Zeitung:

»Private Schicksale und politische Verstrickungen werden von Gerold Tietz zu einem dichten Bild verwoben. [..] 60 Jahre nach Kriegsende sind die Themen Nationalismus, Flucht und Vertreibung noch immer von brennender Aktualität.«

Volltext des Artikels der Sudetendeutschen Zeitung anzeigen

»Einer vergangenen Kultur hat der Esslinger Autor Gerold Tietz in seiner ‚Böhmischen Fuge‘ ein Denkmal gesetzt. Jetzt erfährt das 1997 erschienene Buch nicht nur eine deutsche Neuauflage in der Reihe ‚Lindemanns Bibliothek‘ im Info Verlag, sondern kommt im Herbst auch in tschechischer Übersetzung auf den Markt. Für den Autor ist dies eine besondere Auszeichnung: ‚Ich habe das Buch auch und gerade für tschechische Leser geschrieben und möchte sie zum Dialog mit den Deutschen einladen.‘

Der Roman erzählt die Geschichte einer sudetendeutschen Famlie seit dem Ersten Weltkrieg, stellt sie in den größeren Zusammenhang böhmischer Traditionen. Gerold Tietz, selbst 1941 in Böhmen geboren und 1945 mit seiner Familie nach Deutschland vertrieben, beschreibt das gewachsene Zusammenleben von Juden, Tschechen und Deutschen. Nationalismus und Rassenwahn machen dem friedlichen Miteinander ein Ende.

In den Sog dieser zerstörerischen Entwicklung gerät auch Anna, deren Mann an der Front ist. Während sie ihren Hof mit Zwangsarbeitern bewirtschaftet, suchen Ausgebombte und bessarabiendeutsche Flüchtlinge bei ihr Unterkunft. Doch bald erreicht der Krieg ihr böhmisches Dorf und sie muss mit ihren beiden kleinen Kindern den Hof verlassen. Private Schicksale und politische Verstrickungen werden von Gerold Tietz zu einem dichten Bild verwoben. Ihm geht es darum, die verschüttete gemeinsame Kultur über Zerstörung und Verwüstung hinaus sichtbar werden zu lassen.

60 Jahre nach Kriegsende sind die Themen Nationalismus, Flucht und Vertreibung noch immer von brennender Aktualität.«

Sudetendeutsche Zeitung, 26.8.2005

Auszug aus der Esslinger Zeitung:

»Einer vergangenen Kultur hat der Esslinger Autor Gerold Tietz in seiner ‚Böhmischen Fuge‘ ein Denkmal gesetzt. [..] Gerold Tietz, selbst 1941 in Böhmen geboren und 1945 mit seiner Familie nach Deutschland vertrieben, beschreibt das gewachsene Zusammenleben von Juden, Tschechen und Deutschen. Nationalismus und Rassenwahn machen dem friedlichen Miteinander ein Ende. [..] Tietz geht es in seinem Roman darum, die verschüttete gemeinsame Kultur über Zerstörung und Verwüstung hinaus sichtbar werden zu lassen.«

Volltext des Artikels der Esslinger Zeitung anzeigen

»Einer vergangenen Kultur hat der Esslinger Autor Gerold Tietz in seiner ‚Böhmischen Fuge‘ ein Denkmal gesetzt. Jetzt erfährt das 1997 erschienene Buch nicht nur eine deutsche Neuauflage in der Reihe ‚Lindemanns Bibliothek‘ im Info Verlag, sondern kommt im Herbst auch in tschechischer Übersetzung auf den Markt. Für den Autor ist dies eine besondere Auszeichnung: ‚Ich habe das Buch auch und gerade für tschechische Leser geschrieben und möchte sie zum Dialog mit den Deutschen einladen.‘ Der Roman erzählt die Geschichte einer sudetendeutschen Famlie seit dem Ersten Weltkrieg. Gerold Tietz, selbst 1941 in Böhmen geboren und 1945 mit seiner Familie nach Deutschland vertrieben, beschreibt das gewachsene Zusammenleben von Juden, Tschechen und Deutschen. Nationalismus und Rassenwahn machen dem friedlichen Miteinander ein Ende.

In den Sog dieser zerstörerischen Entwicklung gerät auch Anna, deren Mann an der Front ist. Während sie ihren Hof mit Zwangsarbeitern bewirtschaftet, suchen Ausgebombte und bessarabiendeutsche Flüchtlinge bei ihr Unterkunft. Doch bald erreicht der Krieg ihr böhmisches Dorf und sie muss mit ihren beiden kleinen Kindern an der Hand den Hof verlassen. Tietz geht es in seinem Roman darum, die verschüttete gemeinsame Kultur über Zerstörung und Verwüstung hinaus sichtbar werden zu lassen. 60 Jahre nach Kriegsende sind die Themen Nationalismus, Flucht und Vertreibung noch immer von brennender Aktualität.«

Esslinger Zeitung, 15.8.2005

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Inhalt des Buches

Inhaltsverzeichnis | Kapitel

Der Roman ‚Böhmische Fuge‘ des Schriftstellers Gerold Tietz beinhaltet folgende Kapitel bzw. Abschnitte:

  • Ach, Schwejk
  • Königgrätz
  • Der Küchenheilige
  • Grenzlinien
  • Vorbackenfleckl
  • Böhmische Dorfgeher
  • In der Geschirrgasse zu Eger
  • Karel Čapek in Leitmeritz oder wie sein baltischer Übermolch Land gewinnt
  • Horka, eine Provokation
  • Ausgehebelt
  • Der jüdische Hopfenhändler
  • Seziertisch Böhmen
  • Menschenmarkt in Böhmisch Leipa
  • Treffpunkt Hotel Jalta
  • Wenn wir die reinlassen
  • Abwicklung
  • Aus und vorbei
  • Endsieg
  • Raus und fort im Huckepack
  • Böhmische Brüder
  • Die Goldgräber kommen
  • Ordnungsgemäße Überführung
  • An der Alz
  • Die Hundeschnäuzigen
  • Kisten aus Schitomir
  • Klinkenputzen
  • Lastenausgleich
  • Wie sich sudetendeutsche Größe ausmendelt
  • Kannitverstan
  • Casanovas Bergkristalle
  • O Donna Anna
  • Mon petit Tschèque
  • Abgerechnet wird zu Haus
  • Eingereiht
  • Mácha, Mucha und Hollars Katze
  • Ehrlich

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Leseproben | Textauszüge

Leseproben (Textauszüge) aus dem Roman ‚Böhmische Fuge‘ von Gerold Tietz:

»Ach Schwejk, hätten sich doch unsere Vorfahren lieber zu Tode gesoffen als zu Tode gesiegt! Um dich heute im „Kelch“ zu treffen, habe ich wahrlich einen hohen Preis bezahlen müssen. Ich mußte dich schriftlich verleugnen und ausdrücklich erklären, daß ich die böhmischen Dörfer freiwillig verlassen hätte – als ob man böhmische Dörfer freiwillig verlassen kann!«

»Johann wurde eingezogen, zuerst nach Frankreich, dann nach Russland. Gustav, der nun wieder Herr im Haus war und von morgens bis abends Kommandos ausgab, merkte gar nicht, wie einsam Anna sich fühlte. Heimlich holte sie ihre Hochzeitsbilder heraus und konnte sich an den verschneiten Tannenbäumen, die den Weg vom Hoftor bis zur Dorfkapelle säumten, nicht satt sehen.«

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Hörproben

Hörproben aus dem Roman ‚Böhmische Fuge‘ von Gerold Tietz:

| in Bearbeitung |

In Ergänzung zu dieser Hörprobe finden Sie in der Rubrik Interviews einen Mitschnitt, in dem der Autor Einblicke zu den Hintergründen des Romans gibt.

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Sie können den Roman ‚Böhmische Fuge‘ beim ROGEON Verlag erwerben. Informationen zu weiteren Bezugs-, Bestell-, Leih-, Kauf- und Download-Möglichkeiten im stationären Buchhandel sowie Online Book-Stores erhalten Sie auf der Autoren-Webseite von Gerold Tietz über diesen Informations-Link zum Bucherwerb.

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